iOS lässt sich pro App auf eine andere Sprache einstellen, ohne das gesamte System umzustellen. Welche App ich umgestellt habe und warum es den Unterschied macht.
Ich mag es, wenn mein iPhone auf Deutsch läuft. iOS, Menüs, Systemtexte – alles so, wie ich es gewohnt bin.
Und dann gibt es diese Momente, in denen ich eine App öffne und denke: Nein. Nicht schon wieder.
Nicht, weil die App schlecht ist – sondern weil die Übersetzung es ist. Oder weil die deutschen Begriffe so lang sind, dass sie die ganze Oberfläche verstopfen. Du siehst Buttons, die aussehen wie ein Satz. Menüs, die breiter sind als nötig. Und irgendwo weisst du: Auf Englisch wäre das sauberer. Kürzer. Einfach stimmiger.
Was viele nicht wissen: Du musst dein iPhone nicht komplett auf Englisch umstellen, nur weil du eine App lieber auf Englisch nutzt. iOS kann nämlich pro App eine eigene Sprache verwenden – unabhängig davon, welche Sprache du fürs System eingestellt hast.
Das heisst:
Du gehst in die Einstellungen und suchst dir die App raus, um die es geht. Viele Apps haben dort einen eigenen Bereich.
Dort kannst du dann die Sprache festlegen – und iOS startet genau diese App künftig in dieser Sprache.
(Wenn du die Option nicht siehst: Die App muss die gewünschte Sprache überhaupt anbieten. Und manchmal erscheint die Einstellung erst, nachdem du die App einmal geöffnet hast.)
Gehe in die Einstellungen → Apps. Tippe auf die gewünschte App → Unter Sprache suchst du die passende aus.
Bei mir ist das ganz konkret die App Detail. Ich nutze sie oft, um Videos direkt auf dem iPhone zu erstellen.
Die deutsche Übersetzung ist nicht dramatisch schlecht – aber sie ist einfach … sperrig. Die englischen Begriffe sind kürzer, die Oberfläche wirkt ruhiger und aufgeräumter. Und genau das will ich, wenn ich unterwegs schnell etwas schneide.
Detail in sperrigem Deutsch und in elegantem Englisch
Und es ist nicht nur «schönere UI».
Wenn du englische Inhalte erstellst – Texte, Videos, Slides – dann hilft eine englische Oberfläche oft ganz banal dabei, im Flow zu bleiben. Du denkst in Englisch, du arbeitest in Englisch, und die App spricht mit.
Stell nicht dein ganzes iPhone um – stell nur die App um, die es verdient.
Dieser Artikel erscheint zeitgleich im publishing.blog.